Christian Gold - Mitglied des Rates der Bundeststadt Bonn

Aktuell

21.02.2014 

Kulturförderung in Bonn

Alle Bonner Ratsmitglieder haben eine Aufforderung von Radio Bonn/Rhein-Sieg erhalten, einen "Kulturvertrag" zu unterschreiben. Dabei soll sich das Ratsmitglied für die Umverteilung der Kulturzuschüsse zu Lasten der Bonner Theaterförderung und des Beethovenorchesters einsetzen. Auch die Wiedereinführung der Bonner Rheinkultur soll unterstützt werden.

Die CDU-Stadtverordneten haben gemeinsam diese Erklärung abgegeben:

"Als demokratisch gewählte Stadtverordnete sind wir dem Wohl der Stadt Bonn verpflichtet worden und nehmen diesen Auftrag sehr ernst. Wir können und werden uns weder den Medien noch Interessensgruppen gegenüber vertraglich öffentlich verpflichten lassen. Gerne äußern wir aber unsere Meinung zu Sachverhalten und sind auch daran interessiert, dass diese veröffentlicht wird. Deshalb nehme ich wie folgt Stellung:

Die schwarzgrüne Koalition setzt sich schon seit Jahren konsequent für eine nachhaltige und verbindliche Finanzierung der freien Kulturszene ein und hat dies durch ihre Haushaltsbeschlüsse deutlich gemacht. Erst im Dezember 2013 hat sie eine Haushaltsverfügung des Bonner Oberbürgermeisters Nimptsch zurückgewiesen, der für das Jahr 2014 eine Kürzung der Zuschüsse für die freie Kulturszene um 20% vorsah.

Für die Förderung des Bonner Theater hat die schwarzgrüne Koalition den neuen Intendanten, gegen den massiven Widerstand von SPD, FDP und Linken zu einer Einsparung von 3,5 Mio. Euro (ca. 13 %) verpflichtet. Der Oberbürgermeister hat an dieser Stelle keinen realistischen Sparvorschlag beigesteuert.

Die Bonner Rheinkultur hat immer die – auch finanzielle – Unterstützung der Koalition gehabt. Eine Kürzung der Förderung hat es nicht gegeben und stand auch nicht im Raum. Nachdem die Rheinkultur nicht fortgeführt wurde, hat die Koalition den Vorschlag der Verwaltung abgelehnt, diesen Beitrag für andere Projekte zu verbrauchen und stattdessen den Betrag für die Unterstützung von ähnlichen Formaten wie die Rheinkultur, die an die Stadt herangetragen werden können, reserviert."