Christian Gold - Mitglied des Rates der Bundeststadt Bonn

Aktuell

21.01.2017 

Biotonne bleibt erhalten,
Grünschnittsammlung soll optimiert werden


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Scheinbar gab es durch die Berichterstattung zum Grünflächenkonzept Ängste, dass die Biotonne abgeschafft werden könnte. Diese sind jedoch unbegründet. Die Biotonne wird es weiter geben“, so Christian Gold, Mitglied des Verwaltungsrates der bonnorange AöR. 

Vor mehr als 20 Jahren wurde in Bonn als eine der ersten Städte bundesweit die separate Bioabfallsammlung eingeführt. Dadurch wurde ein Großteil organischer Abfälle aus der Restmülltonne herausgelöst und über die Biotonne oder zum Teil durch Eigenkompostierung wieder in den natürlichen Kreislauf zurückgeführt.

Weiter wurden in den letzten Jahren Grünabfälle auf 15 Friedhöfen und an 30 mobilen Grünannahmestellen gesammelt. Hierbei handelt es sich um Mengen von ca. 33 kg pro Einwohner und Jahr. Im Vergleich zum Mittelwert-NRW (40 kg pro Einwohner und Jahr) sind die derzeitigen Mengen jedoch noch steigerungsfähig.

Das System der Bio- und Grünabfallsammlung soll nun optimiert und kundenfreundlicher gestaltet werden:

  • Förderung der Eigenkompostierung: Wer eine Eigenkompostierung durchführt, kann eine Gebührenermäßigung der Restmülltonne beantragen. Dies ist online auf der Internetseite der bonnorange AöR möglich. Zusätzlich soll Aufklärungsarbeit durch Ehrenamtler erfolgen.
  • Grünannahmestellen sollen kundenfreundlicher ausgestaltet und baulich besser ertüchtigt werden. Dies führt zu besseren Ablademöglichkeiten und einem besseren Erscheinungsbild.
  • Holsystem: Eine Optimierung des Holsystems für Bioabfall wird in 2017/2018 überprüft und die Einführung einer „Gartentonne“ für reinen Grünabfall untersucht.

Ziele der Optimierung:

  • Bioabfälle und Grünschnitt werden besser voneinander getrennt gesammelt.
  • Da Grünschnitt deutlich günstiger als Bioabfall verwertet werden kann, ergibt sich hier eine Ersparnis. (Grünschnitt 19,62 Euro/Mg, Bioabfall 177,01 Euro/Mg)
    Unter Annahme einer Steigerungsquote beim Grünschnitt um 17 % (NRW-Mittelwert) wäre somit trotz erhöhtem Aufwand eine Ersparnis von ca. 478.000 Euro möglich.
  • Hieraus erzielte Ersparnisse stellen keinen Gewinn der bonnorange AöR dar, sondern fließen direkt positiv in die Müllgebührenkalkulation ein, von der jeder Bürger profitiert.

"Es ist ganz klar, dass es eine Bio- und Grünabfallsammlung neben Annahmestellen geben muss. Gerade in der Stadt ist es für die Mehrheit der Bürger nicht möglich, diese Abfälle anders zu entsorgen. Genauso gibt es auch Altpapiercontainer und Altpapiertonnen. Ein Holsystem und ein Bringsystem sind beim Grünabfall sinnvoll und nebeneinander wichtigEs ist jedoch richtig, über Optimierungsmöglichkeiten nachzudenken. Diese kommen dann auch wieder dem Bürger durch reduzierte Müllgebühren zugute", so Christian Gold.