Christian Gold - Mitglied des Rates der Bundeststadt Bonn

Aktuell

24.01.2017 

Für ein neues Schwimmbad:
Bürgerentscheid zur Bäderfrage kommt


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Der Stadtrat ist mit 52:27 Stimmen dem Bürgerbegehren "Kurfürstenbad bleibt" nicht gefolgt! Dies bedeutet, dass es nun zum ersten Bürgerentscheid in Bonn kommen wird. Alle wahlberechtigten Bürgerinnen und Bürger haben nun die Möglichkeit ihre Stimme abzugeben und über die Zukunft der Bäderlandschaft zu entscheiden.

"Ich persönlich bin dem Bürgerbegehren aus voller Überzeugung nicht gefolgt, da ich mir sicher bin, dass wir mit einem modernen, attraktiven Schwimmbadneubau für Schulschwimmen, Familien und Individualschwimmer, Sportler und Vereinen auf dem richtigen Weg sind. Und ich bin mir sicher, dass dies die Mehrheit der Bevölkerung auch so sehen wird. Was ich nicht verstehe, ist die Aufregung: Es ist gut, dass jetzt die Bürgerinnen und Bürger abstimmen dürfen, was sie lieber haben möchten. Da sollte eigentlich doch keiner etwas dagegen haben, das ist direkte Demokratie!

Ich bin persönlich überzeugt, dass ein neues, modernes, attraktives Bad von der Mehrheit der Menschen befürwortet wird. Die ausgesprochene Glückssituation, dass dafür bereits ein Grundstück im Eigentum der Stadtwerke zur Verfügung steht, es technische Synergien mit dem Heizkraftwerk-Süd gibt und das Bad dadurch von den Stadtwerken kostengünstig und energieeffizient betrieben werden kann, rundet die Sache ab. 

Ich verstehe die Emotionen Einzelner, die an dem Kurfürstenbad hängen. Hier geht es aber um eine objektive Vernunftentscheidung. Um eine Entscheidung, was in Zukunft für ein Schwimmbad benötigt und von der Bevölkerung angenommen wird. Die Erwartungen und Bedürfnisse an ein Schwimmbad haben sind in den letzten 50 Jahren geändert. Diese Erwartungen könnte ein saniertes Kurfürstenbad nicht erfüllen. Heute wird erhöhter Wert auf die Aufenthaltsqualität und auf Attraktionen gelegt. Dafür sind die Nutzer auch bereit, einen weiteren Weg auf sich zu nehmen", so Christian Gold nach der Entscheidung.

Derzeit werden folgende Ausstattungsmerkmale geplant, die bereits in die Architektenausschreibung eingeflossen sind:

  • 10 Bahnen für Schul- und Vereinsschwimmen
  • 8 Bahnen für Familien- und Individualschwimmen
  • Therapiebecken
  • Lehrschwimmbecken
  • Kursbecken
  • Sprungbecken
  • Gegenstromanlage
  • Rutschen / Rutschauslaufbecken
  • Kleinkindbereich
  • Whirlpool
  • Sauna, Wellness, Spa
  • Gastronomie
  • Wettkampftribüne

Lage und Erreichbarkeit

  • Der Neubau soll auf dem Gebände des Heizkraftwerkes Süd an der Christian-Miesen-Straße in Dottendorf entstehen in ca. 600 m sind die Stadtbahnhaltestellen „Heussallee/Museumsmeile“ und „Ollenhauerstraße“
  • in unmittelbarer Nähe entsteht die neue DB-Haltestelle „UN Campus“
  • direkt am bahnparallelen Radweg
  • Bus, PKW und Fahrradparkplätze werden direkt auf dem Gelände errichtet

Klimaschutz und Synergien mit dem Heizkraftwerk

  • Durch die Nähe zum benachbarten Heizkraftwerk lassen sich energieeffiziente und technologische Synergien beim Einsatz von Kraft-Wärme-Kopplung heben
  • Strom, Wärme und Kühlung kann klimaschonend vor Ort gedeckt werden
  • Wasseraufbereitungsanlagen, Energieerzeugungsanlagen, Leittechnik und Kommunikationssysteme können gemeinsam genutzt werden
  • Die technische Betriebsführung übernehmen Mitarbeiter des Heizkraftwerk

Ablauf und Zeitplan

  • Der Rat der Stadt Bonn hat im September 2016 die Stadtwerke beauftragt ein Konzept für ein Schwimmbad neben dem Sportpark Wasserland zu erarbeiten
  • Im November 2016 wurde eine Bürgerwerkstatt durchgeführt, an der rund 2400 Menschen teilnahmen
  • Im Dezember 2016 haben die Stadtwerke einen Architektenwettbewerb begonnen
  • Das Bauleitverfahren wird gerade eingeleitet, Bürgerinformation im Frühjahr, förmliche Öffentlichkeitsbeteiligung im Herbst 2017
  • Der Baubeginn ist für 2019 terminiert
  • Die Fertigstellung soll im Jahr 2020 erfolgen
pdf Schematische Darstellung der Ausstattung des neuen Schwimmbades