Christian Gold - Mitglied des Rates der Bundeststadt Bonn

Aktuell

11.05.2020 

Gastronomie stärken: Mehrwertsteuer auf Essen dauerhaft auf 7 Prozent senken!


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Die Gastronomie gehört zu unserer Heimat. Die rheinische Thekenkultur bedeutet mehr als nur Essen und Trinken. Gastronomie bedeutet Geselligkeit und Gemeinschaft: Hier treffen sich Vereine, Stammtische, Freundinnen und Freunde sowie Arbeitskollegen. Die Gastronomie ist ein Ort für Jung und Alt, hier finden Begegnungen statt, die das Leben so lebenswert machen!

In der Gastronomie arbeiten deutschlandweit fast 2,5 Millionen Menschen. Die Gastronomen und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wurden durch die Corona-Krise hart getroffen und viele in ihrer Existenz bedroht. 

Ganz egal, ob Biergarten, die Stammkneipe um die Ecke, die örtliche Pizzeria, der Bier- und Weinkeller, die Eisdiele oder das gute Speiserestaurant von nebenan, alle haben unsere Wertschätzung und Unterstützung verdient.

Es ist gut, dass der Mehrwertsteuersatz für Speisen in der Gastronomie ab dem 1. Juli 2020 einheitlich auf 7 Prozent gesenkt wird, leider jedoch nur befristet bis zum 30. Juni 2021.

Nach meiner Auffassung sollte der Mehrwertsteuersatz dauerhaft auf 7 Prozent gesenkt werden. Die differenzierte Besteuerung ist einfach nicht logisch nachvollziehbar. Was sich falsch anfühlt, sollte auch geändert werden! Essen sollte unabhängig von der Art der Zubereitung und des Verzehrortes steuerlich gleich behandelt werden.

Ist es vernünftig, dass Speisen von einem Lieferdienst in einer Einmalverpackung mit 7 Prozent versteuert werden, während die Speise im Restaurant vom Porzellanteller mit 19 Prozent versteuert wird? Ich sage: Nein!

Ist es vernünftig, dass die Currywurst, die im Sitzen an einem Imbiss mit 19 Prozent versteuert wird, die gleiche Currywurst, die an einem Stehtische oder der Parkbank daneben verzehrt wird, eine Mehrwertsteuer von 7 Prozent aufweist? Ich sage: Nein!

Ist es vernünftig, dass ein Catering mit Einmalgeschirr mit 7 Prozent und mit Prozellantellern mit 19 Prozent versteuert wird? Ökologisch sicherlich nicht! Ich sage: Nein! 

Ich bin dafür diese kaum nachvollziehbaren Steuersätze anzupassen und Essen mit einheitlich 7 Prozent zu versteuer. Egal wo und wie es gegessen wird.  

Ich wünsche der Gastronomie viel Erfolg und eine gute Wiedereröffnung am 11.05.2020.